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Warum Serbien?
Bislang entschieden sich nur wenige deutsche Unternehmen für eine Investition in Serbien. Vor allem das schlechte Image des Landes war der Grund für die Zurückhaltung. Dabei bietet Serbien für ausländische Investoren mit niedrigen Löhnen, günstigen Steuersätzen und gut ausgebildeten Arbeitskräften beste Investitionsbedingungen und macht es auf Grund seiner zentralen Lage zu einem der interessantesten Standorte in Europa.
Serbien - Drehscheibe der Wachstumsregion Balkan.
Serbien befindet sich mitten auf der Balkanhalbinsel und grenzt an sieben weitere Balkanländer. Diese Lage und die vorteilhaften Verkehrswege (Europa - Asien - Afrika) mit bedeutenden Autobahnen, Bahnstrecken, Flusswegen und Luftkorridoren, welche durch Serbien führen, sind nicht nur immens wichtig für die umliegenden Länder, sondern auch für den Verkehr zwischen Westeuropa und dem Nahen und Mittleren Osten, Nordafrika und (im Luftverkehr) Asien.
Günstige Arbeitsmarktlage
Das Verhältnis von Löhnen und Gehältern zur Qualität der Arbeit ist in Serbien günstiger als in den meisten anderen Länder des Balkans und auch Europas. Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Ökonomie und ehemaliger Chefökonom der Weltbank, vertritt sogar die Meinung, dass in Serbien das beste Preis-Leistungsverhältnis für hochqualifizierte Arbeitskräfte weltweit zu finden sei.
In Serbien können Investoren bei einer Arbeitslosigkeit von über 18 % (in einigen Regionen sogar bis zu 35 % ) daher noch aus den Vollen schöpfen.
Neben niedrigen Löhnen und gut ausgebildeten Arbeitskräften bietet Serbien noch weitere Standortvorteile. So hat Serbien im Vergleich zu den anderen Ländern Europas die niedrigsten Steuern. Sowohl der Körperschaftssteuersatz, als auch der Einkommenssteuersatz liegen hier bei einheitlichen 10 %. Damit existieren hier die niedrigsten Unternehmenssteuern in ganz Europa.
Unternehmen, die entsprechende Investitionen tätigen und mehr als 50 Arbeitsplätze schaffen, sind darüber hinaus für zehn Jahre von der Besteuerung befreit. Durch das im April 2008 unterzeichnete Stabilisierungs- und Assoziationsabkommen erhält Serbien zollfreien Zugang zu den Märkten der EU.
Bestehende Handelsabkommen und niedrige Immobilienpreise
Serbien hat mit nahezu allen Balkanländern, sowie den EFTA-Staaten und - für Investoren besonders interessant - Russland ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Mit der EU besteht ein Präferenzzollabkommen, was Serbien erlaubt, den Großteil seiner Produkte in EU-Länder zu exportieren.
Ein weiterer Faktor sind die günstigen Industriekapazitäten. Laut Informationsmaterial der IHK Stuttgart (Stand: November 2005) verfügt Serbien über 60 % der Produktionskapazitäten des ehemaligen Gesamtjugoslawien. In bestimmten Branchen ist die momentane Kapazitätsauslastung jedoch sehr gering, so dass Produktionsräume und -anlagen in Serbien-Montenegro günstig zu erwerben sind. Ebenso sind Büroflächen und Fabrikanlagen aufgrund der niedrigen Immobilienpreise Serbiens günstiger zu haben, als in den meisten Nachbarländer. Und zahlreiche neue Flächen sind im Entstehen begriffen.
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